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6460 Imst, Meraner Straße 6
Tel. (05412) 66 346
Fax: (05412) 66 346-45
Der landwirtschaftliche Lehrbetrieb der LLA Imst befindet sich im Ortsteil Brennbichl und ist ca. 3 km von den Schulgebäuden entfernt.
Die Bewirtschaftung der Acker- und Grünlandflächen sowie die Viehhaltung erfolgen nach den Richtlinien des Biolandbaus (Bio Austria Betrieb). Neben Rindern (Milchvieh, Jungviehaufzucht, Freilandmutterkuhhaltung) werden auch Schafe, Mastschweine, Mastgeflügel und Legehennen gehalten. Die erzeugten Lebensmittel werden an die Internatsküchen geliefert oder über den Hofladen und sonstige Verarbeitungsbetriebe vermarktet.
Die betreuten forstlichen Flächen bestehen aus einem Eigenwald sowie Teilwäldern, die auf 60 verschiedene Parzellen verteilt sind.
Im Rahmen des praktischen Unterrichts erwerben sich die SchülerInnen Kenntnisse und Fertigkeiten in den Bereichen Viehhaltung, Grünlandwirtschaft, Ackerbau, Forstwirtschaft, Maschinenpflege und Produktverarbeitung.
 



Betriebliche Daten
Höhenlage
750 m ü. M.
Niederschläge
750 – 880 mm/Jahr
Mittlere Temperatur
+6,5°C
Flächenausstattung (3,7 ha Pachtflächenanteil):
    28,62 ha Landwirtschaftliche Nutzfläche
    13,04 ha Ackerland (2,57 ha Silomais, 0,59 ha Kartoffel, 2,08 ha Getreide,
                                         7,80 ha Wechselwiese)
    15,69 ha Grünland (13,65 ha Dauer-/Mähwiese, 2,04 ha Streuwiese)
      9,30 ha Eigenwald
    30,80 ha Teilwald
Viehhaltung (Tierbestand am 1.06.2016)
58 Rinder:
  20 Milchkühe (Braunvieh, Grauvieh, Fleckvieh)
    3 Grauviehmutterkühe
    1 Grauviehstier
    4 Kalbinnen
  30 Jungtiere
29 Schafe:
  13 Mutterschafe
  15 Jungtiere
    1 Fleischwidder (Ile de France)
Schweine:
  30 Mastschweine
Geflügel:
100 Legehennen
200 Masthühner
 
 


Viehaltung
Der Stalldurchschnitt in der Milchviehhaltung (2015) betrug 6 500 kg Milch bei 4,53 % Fett und 3,4 % Eiweiß. Von der gesamten Milchmenge werden 70 % an die Berglandmilch geliefert, die restlichen 30 % werden im Unterricht verarbeitet  bzw. an die Kälber verfüttert.
Der Lehrbetrieb erhielt den "Brown Swiss Management-Award 2015", eine Auszeichnung für Betriebe, die einerseits bei Milchleistung, Milchinhaltsstoffen und Lebensleistung, aber vor allem im Bereich Fitnesseigenschaften, wie Langlebigkeit, Fruchtbarkeit und Eutergesundheit, bestimmte Mindestkriterien erfüllen.
Bei der 109. Jahreshauptversammlung des Tiroler Braunviehzuchtverbandes konnte unser Staller Gerhard Melmer die Treueprämie für die teuerste Erstlingskuh, versteigert am 7. April 2015 im Agrarzentrum West in Imst, entgegennehmen.
Das begehrte Milchgütesiegel, von Tirol Milch und der Landwirtschaftskammer initiiert, wird mittlerweile schon seit über 20 Jahren vergeben. Für die Erzeugung von Qualitätsmilchprodukten ist hochwertige und hygienisch einwandfreie Milch eine Grundvoraussetzung. Deshalb werden vom Verarbeitungsbetrieb laufend Proben von der angelieferten Milch genommen.
Unser Lehrbetrieb konnte auch für das Jahr 2015 bereits zum 17. Mal die Qualitätsanforderungen erfüllen und das Milchgütesiegel in Innsbruck in Empfang nehmen.
Im Rahmen des Projektes Freilandmutterkuhhaltung werden 3 Grauviehmutterkühe samt Nachzucht und ein Stier in einem Unterstand mit ständigem Weidezugang sowie sommerliche Alpung gehalten.
Die Schafhaltung beschränkt sich auf die Produktion von Mastlämmern. Zur Verbesserung der Wüchsigkeit und Fleischqualität werden die Mutterschafe (Tiroler Bergschaf) mit einem Fleischwidder (Ile le France) gekreuzt.
Die Schweine- und Geflügelhaltung dient einerseits der Versorgung der Internatsküchen mit Schweinefleisch und Eiern, andererseits der Belieferung des Hofladens.
 
 


Pflanzenbau
Die Ernte aus der Grünlandwirtschaft (Heu, Grassilage, Grünfutter) sowie der Silomais (Maissilage) werden zur Gänze an das Vieh verfüttert.
Der Kartoffelanbau dient der Versorgung der Internatsküchen und der Produktion von Biosaatgut.
Die ARGE landwirtschaftliches Versuchswesen nutzt eine Fläche von 0,3 ha für Sortenversuche (Getreide, Mais, Kartoffel) und Generhaltungsprogramme. Auf Kleinparzellen führt die Bundesanstalt Gumpenstein (Düngeversuch) Versuchsreihen durch.
 

Praktische Unterrichtsprogramme
Folgende Praxisprogramme werden am Lehrbetrieb durchgeführt:
Landtechnik:
Maschinenpflege und Wartung
Traktordurchsicht
Grünlandmechanisierung
Bodenbearbeitung und Erntetechnik im Ackerbau
Einfaches Mauerwerk
Mauerwerk und Isolierung
Pflanzenbau:
Wiesenbeurteilung
Wirtschaftsdünger und deren Aufbereitung
Biotop- und Grünraumgestaltung
Kartoffelanbau
Kartoffelernte
Viehhaltung:
Melkpraxis
Klauenpflege
Haltung und Pflege von Rindern
Futtermittelbeurteilung
Mutterkuhhaltung
Schafschur, Klauenpflege und Parasitenbehandlung
Pferdehaltung
Tierbeurteilung beim Rind
Haltung von Legehennen und Masthühnern
Stallhygiene und Melktechnik
Schlachtung
Stallbau - Kuhkomfort - Kuhsignale