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6460 Imst, Meraner Straße 6
Tel. (05412) 66 346
Fax: (05412) 66 346-45
Öffnungszeiten: Montag - Freitag, 9 - 12 Uhr 

Was einst mit kleinen Milchkannen begann, ist für zahlreiche Bauern unverzichtbare Überlebensstrategie geworden. Die Direktvermarktung bäuerlicher Spezialitäten hat sich zu einem wirtschaftlich bedeutenden Betriebszweig entwickelt. Dieser Tatsache wurde natürlich auch in der Ausbildung an der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Imst Rechnung getragen. Seit mehr als 8 Jahren betreiben wir deshalb an unserer Schule einen Hofladen, in dem die Schülerinnen und Schüler neben den Marketinggrundlagen und dem Management eines solchen Projektes vor allem den Kontakt mit Kunden, die Präsentation und den Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse erlernen können.




Wie alles begann
Die Idee, einen schuleigenen Hofladen zu eröffnen, lieferte Dir. Josef Gstrein. Auf seinen Wunsch hin begannen wir mit den Schülern des 2. und 3. Jahrganges im Schuljahr 2000/2001 im Rahmen des Marketingunterrichts, die notwendigen Vorbereitungen dafür zu treffen.
Als Verkaufsraum konnte eine strategisch günstig gelegene Örtlichkeit im Erdgeschoss des Luise-Wallnöfer-Hauses gefunden werden. Die benötigten Infrastrukturen wurden vom Vormieter übernommen bzw. den gesetzlich vorgegebenen Anforderungen in Eigenregie angepasst.
Das wird bzw. wurde dabei gelernt
Es wurden Aktivitäten in allen Bereichen des Marketings vorbereitet, geplant und durchgeführt. Am Beginn stand konsequenterweise das Thema „Marktforschung“. Wir führten also eine Umfrage in der Stadt Imst durch, um das Marktpotential für unser geplantes Projekt abschätzen zu können.
Das Thema „Produktpolitik“ ermöglichte umfangreiche Lernfelder. Dabei legten wir das Sortiment in seiner Breite und Tiefe fest und arbeiteten ein Bestellsystem mit unseren „Lieferanten“ (Lehrbetriebe und Praxislehrer) aus. Mit unseren Küchen (Fachschule, Haushaltungsschule und Landesschülerheim) wurde die Verwertung nicht verkaufter Restmengen vereinbart. Wir entwarfen Markenzeichen, wählten Verpackungsmaterialien aus, beschafften und gestalteten diese. Zuletzt mussten noch  Etiketten entworfen werden.
Im betriebswirtschaftlichen Unterricht behandelten und vertieften wir das Thema „Preispolitik“. Aus diesem Grund wurden für die Festsetzung der Hofladenpreise entsprechende Preiskalkulationen für unsere Produktpalette gemacht.
Der Verkaufsort war schon von Anfang an klar festgelegt, so dass sich die Entscheidungen auf dem Gebiet der „Distributionspolitik“ vor allem auf die Ausstattung (Vitrine, Registrierkassa, Waage …) und die Einrichtung des Verkaufslokales konzentrierten. Außerdem waren noch Vorkehrungen bezüglich der Lagerung am und des Transportes zum Verkaufsort zu treffen, und all das natürlich unter Rücksichtnahme auf die geltenden gesetzlichen Bestimmungen (Lebensmittelgesetz, Hygieneverordnungen, Lebensmittelkennzeichnungs- verordnung usw.). Die Verkaufskleidung sollte einheitlich sein (Corporate Identity) und schließlich auch zum Gesamtkonzept passen. In jedem Schuljahr erfolgt dann noch eine VerkäuferInnenschulung in der Kaufmännischen Berufsschule und im Marketingunterricht unserer Lehranstalt.
Nun galt es noch, das Projekt bekannt zu machen. Das 4. „P“ des Marketings - die Promotion („Kommunikationspolitik“) - musste noch bedient werden. Die Schüler entwarfen eine Postwurfsendung, eine Zeitungsbeilage, ein Plakat und schließlich ein Inserat. Damit nicht genug, war es auch noch notwendig, sich über die Verbreitung dieser Werbematerialien und deren Kosten Gedanken zu machen.
Jetzt konnte es endlich losgehen: Im Schuljahr 2001/2002 war es dann so weit: Feierliche Eröffnung des Hofladens der Landwirtschaftlichen Lehranstalt in Imst; die Erfüllung einen lang gehegten Wunsches. Damit ist es aber nicht vorbei mit dem Lernen. Viele der angeführten Maßnahmen und Entscheidungen müssen regelmäßig überprüft und erneuert werden, so dass das Projekt „Hofladen“ jedes Jahr aufs Neue seine Lernfelder für die Schülerinnen und Schüler ausbreitet.

Und so sieht unser Sortiment derzeit aus
Wir bieten qualitativ hochwertige Erzeugnisse aus all unseren Lehrbetrieben im Hofladen an. Der Gutshof liefert uns Eier und Kartoffeln. Aus der Imkerschule bekommen wir neben Honig noch Propolis sowie Bienenwachs und Kerzen. Die Obstverarbeitung der Lehranstalt hat folgende Erzeugnisse zu bieten: Tafelobst (Äpfel, Birnen ...), Apfelsaft, Johannisbeersirup, Apfelmost und verschiedene Edelbrände.
Während des Schuljahres wird das Grundsortiment um Erzeugnisse aus dem praktischen Unterricht ergänzt. Dieser Teil des Sortimentes wird von unseren Schülerinnen und Schülern unter Anleitung der PraxislehrerInnen hergestellt. Im Rahmen der Fleischverarbeitungspraxis werden Hauswürste (frisch und trocken) für den Hofladen erzeugt. In der Milchverarbeitungspraxis entstehen verschiedene Jogurts (Natur- und Fruchtjogurt in verschiedenen Sorten), Fruchtmolke, Butter, Käse (Weichkäse in Öl, Tilsiter, Butterkäse) sowie Land- und Kräutertopfen.
Die Mädchen der Haushaltungsschule liefern uns zur Abrundung dieser breiten Produktpalette noch Brot, Marmeladen in vielen Sorten, verschiedene Liköre, Einlegegemüse und zahlreiche andere Köstlichkeiten.
 
Die aktuelle Preisliste und das aktuelle Angebot des Hofladens können sie hier herunterladen: