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Südtiroler Absolvententreffen
Bei herrlichen Wetter fand das Südtiroler Absolvententreffen am Samstag, den 22.04.2017, in Bozen statt. Treffpunkt war die Stiftspfarrkirche der Benediktiner-Abtei Muri-Gries im Stadtteil Gries in Bozen.
Woher kommt der Name Muri-Gries? Die Klosteranlage ist in ihrer Grundsubstanz eine spätmittelalterliche Burg der Grafen von Tirol. Der Habsburger Herzog Leopold schenkte 1407 diese Burg den Augustiner Chorherren, deren 1163 in der Au gegründetes Kloster wegen Überschwemmung durch den Eisack zerstört worden war. Bis zur Aufhebung 1807 wurde die Burg mehrfach um- und angebaut, jedoch ist die Burganlage (Rindmauer, Kapelle, Türme, Pallas) noch gut zu erkennen.
Fast 40 Jahre nach der Aufhebung der Augustiner fanden im Jahr 1845 Benediktiner aus Muri hier ein neues Zuhause. Muri liegt in der Schweiz, im Freiamt (Kanton Aargau), auf halber Strecke zwischen Luzern und Zürich. Im Jahr 1027 wurde das Kloster von den Grafen von Habsburg gestiftet. Die ersten Mönche kamen vom Kloster Einsiedeln. 1841 beschließt der Kanton Aargau die Aufhebung aller Klöster, die Mönche müssen Muri verlassen. 1845 finden sie in Gries bei Bozen eine neue Heimat. Durch die Führung eines Kollegiums in Sarnen (Kanton Obwalden) bleibt die Beziehung zur Schweiz bestehen. Heute wirken die Benediktiner von Muri-Gries in Bozen und Jenesien (I), Sarnen, Muri, (CH) sowie in den Frauenklöstern von Hermetschwil (CH) und Habsthal (D).
Knapp 30 Hektar Weinbau, 52 Hektar Obstbau, ein Bergbauernhof in Kampidell bei Jenesien mit 145 Hektar Wiesen und Wald, Viehzucht - 45 Stück Großvieheinheiten stehen im Stall des Stegerhofes - und Holzwirtschaft gehören heute zum landwirtschaftlichen Betrieb von Kloster Muri-Gries. Hinzu kommt die Klostergärtnerei mit dem gepflegten Klostergarten, der auch den Blumenschmuck für die Kirche liefert. Der selbst gekelterte Wein diente für lange Zeit vorwiegend dem eigenen Bedarf im Kloster. "Heute ist der Wein weit über die Grenzen des Klosters bekannt", erklärt Önologe und Direktor der Kellerei Christian Werth.
Nach einer interessanten Führung und dem Ausblick im Klosteranger ging es zur Weinverkostung in den „Paradieskeller“. Der Lagrein aus dem Hause Muri-Gries gilt wohl als bekanntester Vertreter seiner Weinsorten. Zudem konnte auch der Weißwein (Chardonnay) verkostet werden.
Nach ersten Gesprächen und einem gemütlichen Teil bei der Weinverkostung führte uns der Dekan durch das Kloster. Beeindruckend war das sogenannte „Schweizerzimmer“ in dem wertvolle Intarsienarbeiten sowie Secco-Malereien zu bewundern waren. Zudem beherbergt der Turm auch wertvolle Krippen, welche der Südtiroler Krippenverband ausstellt.
Nach dem Mittagessen in Bozen fand auch die Wahl des Südtiroler-Vertreters statt. Hubert Eisath aus Deutschnofen/Eggen wurde als Vertreter bestätigt. Ein großer Dank gilt Hubert Eisath, der die Interessen unserer Südtiroler Absolventen über Jahre schon sehr gut vertritt und uns die tiefen Einblicke in das Kloster bzw. in die Kellerei Muri-Gries ermöglichte